Auslandsblog.de - Kostenlose Blogs für Abenteurer

Nanni-in-Florenz

Ankunft in Florenz

Heute morgen sind mein Mann und ich in Samedan ( nahe St. Moritz) aufgebrochen,  um mit dem Bus und drei Zügen über Tirano und Mailand nach Florenz zu kommen. Bei unserem halbstündigen Aufenthalt in Mailand gibt es natürlich den ersten Espresso      .

Weiter geht es nach Florenz mit dem Freccia Rossa und kurz nach 18 Uhr sind wir in Florenz.

Dort geht es zu Fuß zur Unterkunft, aber unter der angegebenen Adresse kein Hinweis. Bei der Internet-Adresse angerufen, die sagte in etwa das Gleiche wie die Email mit den Anweisungen.  Es klappte nicht und so sind wir mit dem Gepäck ( klein, da wir zurück fliegen) bis zum nahen Hotel und haben uns nach der Hausnummierung erkundigt ( angeblich blaue Hausnummer). Wieder vor dem ausgesuchten Haus klingeln wir bei einen b&b. Diese Frau erklärt uns, daß es kein Apartment im vierten Stock gäbe. Also wieder angerufen und lang gesprochen, nochmals in den vierten Stock mit dem italienischen Aufzug    und dann finden wir die besagte Schlüsselbox und durch Probieren die Tür des gemieteten Apartments. 

Geduscht und frohen Mutes brechen wir zum Abendessen auf (reservierten Tisch), warten an der Bushaltestelle eine Weile bei über 30 Grad und dann bemerkt mein Mann auf der Busfahrt, dass sein Handy nicht mehr da ist, auf dem er an der Haltestelle etwas nachgeschaut hat. Er will sofort zurück, aber der Bus will nicht halten und fährt uns durch die Altstadt bis zum Dom. Wir laufen zurück, aber die Hitze, das Tempo und meine Erkältung wollen da nicht mit. Wir trennen uns: ich setze mich in ein Café  und er läuft zur Haltestelle, um dort nachzuschauen und im Hotel ( direkt an der Haltestelle) nachzufragen.

Nach einem Bier und einem Salat ist mein Mann wieder da und wir gehen nach nebenan, damit mein Mann sich sattessen kann und ich genieße die Sicht auf den Platz   .

Ein ereignisreichen Tag mit vielen Landschaftseindrücken, Beförderungsmitteln und unvorhersehbaren Erlebnissen geht zu Ende.

 

Kommentar schreiben

ROTHKO und Baselitz

Das Ziel Florenz haben wir gewählt, da ich einen Hinweis auf eine Rothko-Ausstellung gelesen hatte. So wollen wir heute mit einer Satelliten- Ausstellung im Museo San Marco nach einem preiswerten italienischen Frühstück in einer Bar bei uns starten. Aber das Museo hat heute geschlossen. So schauen wir uns noch die tolle Kirche von San Marco an    

Dann muss jetzt der zweite Tagespunkt angelaufen werden. Es ist schon 30 Grad warm oder wärmer und auch kurze Strecken können anstrengen. Mit ein wenig Umweg finden wir die zweite Satelliten-Ausstellung in der Biblioteca Laurenziana. Eine kurze Schlange, gemeinsam mit den Besuchern der dazugehörigen Kirche San Lorenzo   , und nach wenigen Minuten stehen wir im Kreuzgang des Klosters       . Zur Bibliotek geht es in den ersten Stock und am Fuß der Treppe      zur Bibliothek (von Micheangelo erdacht) an einer hohen Wand sind zwei Rothko-Gemälde aufgehängt (Rothko war von dieser Treppe sehr beeindruckt aufgrund der Proportionen)        .

Wir steigen die Treppe hinauf und befinden uns in der Bibliothek     -ein riesiger Saal- und seitlich befindet sich ein herrlicher Kuppelbau       .

Nach nochmaligen Betrachten der zwei Rothko-Gemälde     geht es noch in die Keller-Gewölbe, wo die Schatzkammer des Klosters ist        .

Da es sehr warm ist, wir durstig sind und eine Pause brauchen, kommt uns das Café Odeon gerade recht. Der Kaffee ist gut, es ist um einige Grad kühler im Cafe und die bequemen Sitzgelegenheiten tun ein Übriges.

Frisch gestärkt geht es jetzt zum Palazzo Strozzi.         , wo wir die Rothko-Ausstellung besuchen. Hier gibt es Rothko satt: frühe und späte Werke, farbige und graue              

Und weil wir schon im Palazzo Strozzi sind, gehen wir noch schnell ins Kino Odeon, ein Geheimtipp. Ein ital. Verlag kaufte es auf, um es vor der Zerstörung zu retten, und nun ist unten ein großer Buchladen und oben kann man parallel Kino schauen oder im Internet surfen  ( alle Tische waren von jüngeren Reisenden? besetzt  - woher die das alle wussten?)         

Nach einer Pause in der Unterkunft,  geht es am frühen Abend ins Museo novecento,  wo dem Maler Georg Baselitz, speziell seiner Druckgraphik, eine Ausstellung gewidmet ist. Das Museum ist in einem alten Palazzo untergebracht mit einem dekorativen Innenbereich   .  

Der Kontrast mit dem alten Gebäude         

  

Ist eine Bereicherung für die Kunstwerke, sind sie ja selbst teilweise in einem alten Schloss bei Hildesheim entstanden.

         

Bei dem anschließenden Versuch, den Besuch der Pizzeria von gestern Abend nachzuholen, scheitern wir erneut: es gibt eine Baustelle bei der Einstiegshaltestelle, wir erkennen zunächst nicht, wohin sie verlegt wurde, und warten dann über 20 Minuten in der Hitze, bis wir erschöpft und hungrig aufgeben und ein Restaurant suchen.

Kommentar schreiben

Grand Caffe San Marco, San Marco (ROTHKO-die Dritte) und Rinascente, Fiesole

Heute morgen gehen wir frühstücken im Café gegenüber dem Museum San Marco. Gestern fiel es uns wegen seiner Größe und seinem Interieur auf - heute hält es dem ersten Eindruck stand         

Gut gefrühstückt gehen wir ins Museo San Marco, einem alten Kloster     

 

       mit einer großen Bibliothek     , unzähligen alten Klosterzellen        und einige davon haben ein Rothko-Gemälde als Ergänzung erhalten       Angesichts der Hitze suchen wir für den Mittags-Imbiss das Restaurant des Kaufhauses Rinascente -oben auf dem Dach (herrlichen Aussicht)- auf.           

Nach einer Pause in der Unterkunft geht es mit der Tram und dem Bus 7 nach Fiesole. Fiesole liegt außerhalb von Florenz und wir überwinden knapp 250m Höhenunterschied bis wir nach ca 45 Minuten Fiesole erreichen. Dort gibt es einen Espresso, bevor wir das röm. Theater besichtigen.

      

Nach gut zwei Stunden verlassen wir dann Fiesole wieder und fahren drei Stationen mit dem Bus, wo wir aussteigen, um zu Abend zu essen. Mit Blick in die Toskana essen wir abseits des florentiner Trubels und genießen die Dämmerung.

   

Kommentar schreiben

Hzero und Farmacia di Santa Novella

Heute ist unser Abreisetag, aber das Flugzeug geht erst um 17 Uhr, und so haben wir noch Zeit, uns etwas anzuschauen.

Zuerst bringen wir unser Gepäck zu einem Locker-shop (zwei Häuser weiter) und schließen es dort ein. Anschließend wollen wir frühstücken, aber das Lokal von Montagmorgen hat geschlossen. Wir fahren zum Bahnhof; auch da haben einige Bars geschlossen. Wir laufen bis zur Piazza Santa Maria Novella und auch die Eisdiele ist noch zu.

Da entdecke ich auf der gegenüberliegenden Platzseite ein Restaurant mit sitzenden Menschen und so steuern wir dieses Lokal zielstrebig an. Es sind hübsche Sofa-Möbel und alles ist elegant. Da unser letzter Tag ist, gönnen wir uns das Vergnügen und den Luxus. Die Preise sind stolz (10€ für einen Cafe Latte), aber es ist gemütlich und der Service sehr zuvorkommend. Und ich bin entzückt von dem herrlichen Geschirr      . Mit dem tollen Blick über die leere Piazza genießen wir das ungeplante Frühstück. 

Nach dem Frühstück sind es nur ein paar Schritte  bis zu unserem Besichtigungspunkt: Hzero. Hinter einem unscheinbaren Eingang verbirgt sich das Eldorado der Eisenbahnfreunde.    

           

Neben den Zügen und Bahnstrecken in verschiedenen Bereichen gibt es noch einen sehr informativen Film zur Entstehungsgeschichte dieser Ausstellung, die aus einer persönlichen Sammlung hervorging.

Wir trinken noch im Gebäude einen Kaffee, bevor wir uns auf den Weg zu unserem Gepäck machen. Aber nicht ohne einen Zwischenstopp bei der Farmacia Santa Maria Novella von 1221, die ältesten? Apotheke der Welt? . Ich hatte bei den Vorbereitungen zur Reise davon gelesen und schon am ersten Abend waren mir die Schaufenster aufgefallen           .

innen sieht es sehr edel aus               

Da mir die Düfte nicht so zusagen, bleibt es beim Staunen.

So holen wir unser Gepäck ab und fahren mit der Straßenbahn zum Flughafen.

 

 

Kommentar schreiben